LongCOVID ? das Virus stürzt uns in eine Energiekrise
Es gibt dramatische Auswirkungen auf unser Immun- und Nervensystem, ausgelöst durch das Covid-Virus. Betroffen sind dadurch leider auch die Stressachse und das Hormonsystem.
SARS-CoV-2 greift die Mitochondrien an! Das sind ja die Zellkraftwerke. Sie sind hauptverantwortlich für unsere Energieproduktion (siehe auch den Artikel dazu: https://michaelpaschka.com/-energie-zellenergie-vitalit-t-kraft-) In den Mitochondrien wird das Molekül ATP hergestellt. ATP = Adenosintriphosphat. Das ist der Energieträger für alle Prozesse in unseren Zellen.
Ohne Energie keine Zellfunktion.
Das ist aber nicht alles:
Die Mitochondrien steuern viele lebenswichtige Funktionen in allen Zellen. So wie den Zellzyklus, Signalketten, zelluläre Recycling-, Entsorgungs- und Abwehr-Systeme und den programmierten Zelltod.
Was relativ unbekannt ist und damit viele nicht wissen: sie sind auch essenziell für Syntheseschritte in der Kortison Produktion der Nebennieren verantwortlich und somit für die lebenswichtige Stressachse. Die Stressachse ist die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse. Es ist ein komplexes Aktivierungs- und Hemmungsmuster, das die Basis für unsere Anpassungsfähigkeit bei Stress ist.
Für unsere Gesundheit sind Mitochondrien also echte Alleskönner. Ihr Ausfall hat daher dramatische Folgen.
Das Gesamtbild der postCOVID Erkrankung ähnelt dem der MECFS (open access): https://lnkd.in/euKkzWvD
Auch bei PACS sind nämlich chronische Müdigkeit, Erschöpfung und kognitive Einschränkung (brainfog) die Hauptsymptome. Sie machen den durch geschädigte Mitochondrien ausgelösten zellulären Energiemangel für Betroffene spürbar.
SARS-CoV-2 kapert die Mitochondrien sehr früh in der Infektion und missbraucht sie zum eigenen Schutz und zur Virusvermehrung. Genau dadurch wird dann für Zellfunktion bestimmte Energie umgeleitet und dient stattdessen der Virusfabrik.
Sind die Mitochondrien geschädigt bricht die Energieproduktion ein. Toxische Metabolite befeuern Entzündungsprozesse mit Zytokonsturm, Aktivierung des Inflammasome sowie Autoimmunität.
Dermaßen gestresste und durch die Viren umprogrammierte Mitochondrien schaffen es dann auch nicht mehr, zelluläre Abwehrsysteme aufrecht zu erhalten (MAVS, Typ-I IFN). Dadurch haben die Viren ein noch leichteres Spiel.

Diese Infos sind wirklich dramatisch. Durch das Wissen um die Rolle der Mitochondrien bei LongCOVID gibt es auch die Chance zur Gegenwehr:
Wir können Mitochondrien mit unserem Lebensstil so stark machen, dass sie auch in der Abwehrschlacht gegen die Viren bessere Chancen bekommen.
Und genau das erhöht unsere Immunbereitschaft. NACHHALTIG können wir uns vor viralen Attacken schützen, indem wir nicht nur Infektionsketten unterbrechen, sondern auch starke Mitochondrien für die körpereigenen Abwehrsysteme aufbauen.
Sind die Mitochondrien hingegen schon vor dem viralen Angriff schwach - z.B. bei Adipositas und/oder Diabetes - ist die Eintrittswahrscheinlichkeit einer Energiekrise noch größer. Übrigens ist auch bei eigentlich gesunden und jungen Menschen chronischer Stress ein mitentscheidender Faktor für auftretende Langzeitfolgen von COVID.
Daher noch ein weiteres Argument dafür, die Mitochondrien Gesundheit früh aufzubauen!
Nimm gerne mit uns Kontakt auf, wenn du einfache Möglichkeiten kennenlernen möchtest, deine Immunbereitschaft zu erhöhen.