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Es schreit dir aus dem Regal entgegen. Die neuen Glücks- und Heilsbringer sind da und kurbeln in der Lebensmittelindustrie den Absatz an.


Hast du dir mal die Nährwertangaben auf dem Etikett angeschaut? Seit ich eine einfach Formel entdeckt habe, wie ich die Kohlenhydrate in Stück Würfelzucker umrechnen kann, stelle ich manchmal ein auf den ersten Blick sehr ansehnliches Produkt schnell wieder ins Regal zurück.


Die ultimative Würfelzucker-Formel lautet: 4 kcal = 1 Stück Würfelzucker.


Und wenn du dir jetzt die Mengenangabe, also die Gesamtmenge des Produktes mit den Stück Würfelzucker umrechnest, dann kann es sein, dass du ganz grosse Augen bekommst. Ich habe dir hier ein paar Fotos beigelegt, um die ganze Sache besser zu veranschaulichen.


Heinz-Ketchup: pro 100 g = fast 6 Stk.

Fruchjoghurt Aprikose: pro 100 g = 3,5 Stk

der kleine Kinderfruchtjoghurt: pro 100 g = 4 Stk.


Und Zucker raubt B-Vitamine. Also bitte pass auf, was du deinem Kind so gibst.


Natürlich muss man auch noch unterscheiden, woher der Zucker kommt. Ist es jetzt Zucker aus Früchten oder ist es Einfachzucker.


Trotzdem aufgepasst: generell wird Fructose im Körper nicht so gut verarbeitet wie Glucose. Sie geht nämlich direkt ins Blut und kann nach aktuellem Kenntnisstand nur zu ca. 10% verwendet werden. Aber wohin mit dem Rest? Das geht direkt in die Leber. Die Fructose landet also beinahe vollständig in der Leber und führt dort neben einer erhöhten Harnsäurebildung auf Dauer auch zu einer Fettleber. Wer zuviele Lebensmitteln mit hohem Fructoseanteil ißt, kann eine Fettleber bekommen, ganz ohne Alkohol zu trinken.

 

Ein weiterer kritischer Nebeneffekt ist, daß Fructose das Hormon Leptin hemmt. Und Leptin ist einer der wichtigsten Stoffe für die Regulierung des Sättigungsgefühls. Leptin teilt dem Gehirn mit, dass genug zu Essen da ist und in der Folge der Appetit gehemmt werden sollte. Fructose verhindert dies und das erklärt auch, daß Menschen, die viel Fructose konsumieren, insgesamt mehr essen.


Außerdem führt Fructose nicht zu einem Insulinausstoß. Insulin ist jedoch ebenfalls ein wichtiger Stoff zur Regulierung des Sättigungsgefühls.

 

Panik ist aber dennoch nicht angebracht, frisches und vollständiges Obst in Maßen ist wirklich gesund. Äpfel gehören zu den zuckerhaltigsten unter den bei uns verbreiteten Obstsorten. Beeren wie Erdbeeren, Heidelbeeren oder Himbeeren enthalten wesentlich weniger Zucker und können in größeren Mengen genossen werden, ohne sich Gedanken um die enthaltene Fructose machen zu müssen.


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